Gottesdienste


 

Unser Glockenläuten

Sie rufen zum Gottesdienst.

Sie zeigen die Uhrzeit an.

 

Und sie gehören zu unserem Dorfleben dazu wie Bienengesumm und Stallgeruch. Sie bedeuten mir auch persönlich sehr viel, denn über den Ruf zum Gottesdienst und den Stundenschlag hinaus gibt es in unseren Gemeinden eine reiche Tradition an Gebetsläuten.

 

Aber was bedeutet welches Läuten? 5.30 oder 5.45 Uhr - Das Morgengeläut erinnert daran, dass wir mit einem Gebet, Dankbarkeit und guten Gedanken unser Tagwerk beginnen. 11 Uhr - Dieses Läuten erinnert an den Todeskampf Jesu und die beginnende Finsternis bei seiner Kreuzigung (Mk 15,33). Deshalb wird an einigen Orten am Freitag mit allen Glocken geläutet. 12 Uhr- Mittagsläuten.

 

Die Bedeutung als Bitte um den Frieden bekam dieses Läuten anlässlich der Belagerung Belgrads durch die Osmanen 1456. 15 bzw. 16 Uhr - Wieder erinnern die Glocken an den Kreuzestod Jesu. Seine Todesstunde bzw seine Kreuzabnahme erinnern daran, was er für uns getan hat. Und dass ihm kein Leid dieser Welt fremd ist.

 

Bei Einbruch der Dunkelheit ist das Abendläuten das Zeichen, dass wir unser Tagwerk aus der Hand geben dürfen. Mit Gebet, Dank und guten Gedanken dürfen wir in die Nacht gehen. In unseren Gemeinden schätze ich sehr, dass das Abendläuten nicht zu einer festen Uhrzeit stattfindet, sondern dass es sich wirklich nach dem Einbruch der Dunkelheit richtet.

 

Besonders berührt hat mich, dass eines unserer Gemeindeglieder zu jedem Gebetsläuten einen passenden Gesangbuchvers kannte.

Mögen unsere Glocken weiterhin Menschen dazu anhalten, über sich hinaus an das zu denken, was Gott für uns getan hat!

 

Gute Zeiten wünscht Ihr Pfarrer

Martin Rehner

 


Die Jahreslosung für 2018:


Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Offenbarung 21,6


Besondere gottesdienstE

z.B. Regionalgottesdienst an Pfingsten in der Ruine Niederhaus / Fotos Fritz Steinmeier und Eigene